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Tipps für Selbermacher

Thema BesucherumfeldFramesets — muss das sein?

HTML bietet die Möglichkeit, jede Seite als eigenständigen Fensterinhalt anzulegen, oder aber mehrere Seiten gleichzeitig, neben- und untereinander in einem beliebig komplizierten Geflecht von Rahmen, eben in Frames anzuzeigen.

Titelleiste
 
M
e
n
ü
 
I n h a l t

Auf den ersten Blick haben Seiten in Framestruktur durchaus Vorteile. Man kann beispielsweise oben in einem Kopfbereich einen gleich bleibenden Titel angeben und darunter auf der linken oder rechten Seite ein Navigationsmenü fixieren, über das der Inhalt des im Beispiel dunkler gefärbten Fensterbereichs gesteuert wird. Klickt der Besucher auf die Menüpunkte, bauen sich die verschiedenen Inhalte im variablen Bereich daneben auf.

Diese Vorgehensweise spart Ladezeit, weil nicht immer die gesamte Seite aus dem Netz geholt werden muss. Nur der variable Anteil wird ersetzt. Außerdem hat der Besucher stets das Menü vor Augen aus dem er jederzeit einen anderen Punkt auswählen kann, egal wie weit er im Inhaltsframe nach unten gescrollt hat.

Eine sehr praktische Sache, die Framesets? – Ich mag sie nicht so sehr und verzichte auf sie, solange ihre Vorteile im Einzelfall die Nachteile nicht deutlich überwiegen.

Nachteil für Suchmaschinen

Zum einen haben Suchmaschinen Probleme mit Seiten in Frames. Die Hauptseite, in der nur die einzelnen Rahmen definiert werden, enthält nämlich keine Inhalte, an Hand derer die Roboter entscheiden könnten, unter welchen Suchbegriffen die Seite einzuordnen ist. (Die Zeiten, in denen Suchmaschinen sich auf die Schlüsselwörter und Seitenbeschreibungen im Header verließen, sind längst vorbei.)

Also verlinken Suchmaschinen die Einzelseiten, aus denen das gesamte Frameset zusammengesetzt ist. Das bedeutet aber, dass ein suchender Surfer nicht mehr im kompletten Frameset landet, sondern auf zusammenhangslos allein stehenden Inhaltsseiten ohne Menü oder Titel. Oder aber er bekommt gar nur das Menü oder nur die Titelleiste angezeigt, die ohne die anderen Frames noch nichtssagender sind als die Inhaltsseiten. Wenn Sie auf Frames nicht verzichten wollen, sollten Sie deshalb auf jeden Fall alle Einzelseiten mit Javascript auf das Frameset umleiten, so wie ich es im Artikel zur Frameumleitung beschrieben habe.

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Nachteile durch Bildschirmauflösung

Ein zweiter Grund, warum ich Framesets nicht so gerne einsetze, liegt in der Problematik der breiten Spanne an Bildschirmauflösungen bei der Besucherschaft. Framesets verschärfen diese Probleme noch zusätzlich. Denn oft sind die Inhalte von Frames für zu hohe Auflösungen konzipiert; dann laufen sie bei solchen Besuchern über, die niedrigere Auflösungen festgelegt haben. In der Folge wird ein Frameset dann oftmals mit Scrollbalken für jeden einzelnen der Fensterteile angezeigt. Ein typischer Effekt ist oftmals bei Menüframes zu beobachten: Zunächst ist das Menü zu lang für die Darstellung auf dem Bildschirm. Dadurch wird auf der rechten Seite des Frames ein Scrollbalken eingefügt. Der zusätzliche Balken hat womöglich noch zur Folge, dass das Menü nun auch in der Breite nicht mehr in den Rahmen passt und deshalb an der Unterseite ein horizontaler Scrollbalken erscheint.

Wenn Sie solche Effekte bei der Größenbestimmung der einzelnen Frames einkalkulieren und darauf achten, dass in allen Rahmen des Fensters genügend Spielraum bei niedrigen Bildschirmauflösungen bleibt, dann verschärfen Sie das Darstellungsproblem bei Besuchern mit hohem Auflösungen: Auf großen Bildschirmen hängen die einzelnen Frameinhalte mit breiten Leerrändern an zwei, drei oder gar vier Seiten sehr unschön auf den Bildschirmen umher.

Die Alternative, nämlich das Scrollen in Frames zu unterbinden, ist gefährlich. Unter niedrigen Bildschirmauflösungen sind unter Umständen Teile Ihrer Seite weder zu sehen, noch durch Scrollen zu erreichen.

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Nachteil durch Selbstisolation

Zu guter Letzt verhindern Sie durch den Einsatz von Frames auch noch, dass andere Webmaster Links auf Ihre Inhalte setzen können. Wohin sollten sie verlinken, wenn die interessante Seite Teil eines Framesets darstellt?

Möglicherweise sehen Seitenbetreiber, die deep links auf die eigenen Inhalte sowieso als unerwünscht betrachten, die fehlende Möglichkeit zum Verlinken als Vorteil. Wer aber Internet im ursprünglichen Sinn versteht, sollte darauf achten, seine Webseiten auch direkt und ungehindert verlinkbar zu gestalten.

Fazit: Verzichten Sie wann immer möglich auf Frames.

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