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Tipps für Selbermacher

Thema KodierenWarnung vor dem Javascript

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich will gar nicht auf Sie einreden, um Sie davon zu überzeugen, auf den Einsatz von Javascript zu verzichten. Schließlich verwende ich es selbst in bestimmten Fällen ganz gerne. Die Fehler, die man mit Hilfe von Javascript begehen kann, besprechen wir in einem anderen Artikel meiner Tipps und Tricks.

Immerhin aktivieren nach verlässlichen Statistiken über neunzig Prozent der Internetsurfer Javascript in ihren Browsern. Das bedeutet, dass man neun von zehn Besuchern mit Scripten erreichen kann; ziemlich viele, aber leider nicht wirklich alle.

Das größte Problem an den Scripten besteht darin, dass ein Besucher meist nicht merkt, wenn ein Funktionsmangel daran liegt, dass er Javascript deaktiviert hat. Unser Plädoyer geht also dahin, Ihren Besuchern zumindest mitzuteilen, was sie versäumen.

Formen der Information

Nun halte ich nicht sehr viel von einer grundsätzlichen Ankündigung mitten auf der Homepage: »Diese Seite funktioniert nur mit Javascript!« Mindestens 92 Prozent der Leute betrifft und interessiert diese Aussage nicht. Wesentlich eleganter ist es, an den Stellen, wo Scripte eingesetzt werden, nur den betroffenen Besuchern mitzuteilen, dass sie etwas verpassen.

Ich verwende gerne Codefragmente wie dieses:

Die folgenden Inhalte öffnen sich jeweils in einem neuen Fenster<noscript>, wenn Sie Javascript aktivieren. Ohne Scriptunterstützung müssen Sie leider auf die Information verzichten</noscript>.

Der Teil des Textes, der innerhalb der NOSCRIPT-Klammerung steht, erscheint ausschließlich, wenn der Besucher Scripting deaktiviert hat. Allen anderen bleibt textliche Belästigung erspart.

Als Alternative bietet sich an, Funktionalität, die durch den Einsatz von Javascript erzielt wird, bei Aufrufen mit deaktiviertem Script zu verstecken. Einen Link, der ein Script-Popup öffnet, könnten Sie etwa so kodieren:

<script type="text/javascript">
<!--
document.write( "<a href='javascript: popup();'>Popup</a>" );
//-->
</script>

Diesen Link bekommt nur derjenige zu Gesicht, der Javascript aktiviert hat. Wenn Sie dies vermeiden möchten, können Sie das Spiel auf die Spitze treiben, indem Sie für Browser ohne Script eine Alternative anbieten:

<script type="text/javascript">
<!--
document.write( "<a href='javascript: popup();'>Popup</a>" );
//-->
</script>
<noscript>
<a href="popup.html" target="_blank">Popup</a>
</noscript>

Besucher ohne Script öffnen über den Link kein Popup-Fenster, sondern ein neues Browserfenster. Natürlich wird damit nicht der gleiche Effekt erzielt, da neue Fenster immer mit den Standardeinstellungen des Surfers versehen sind. Zumindest aber kommen Sie durch diese Technik dem Ziel näher, Webseiten tatsächlich für alle Besucher nutzbar zu machen.

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