Werkzeuge für Selbermacher
Webfiles statt FTP
Sie suchen eine Alternative zu FTP-Programmen für die
Verwaltung der Daten auf Ihrem Webserver, weil Sie …
(a) an wechselnden Arbeitsplätzen nicht überall über FTP-Installationen verfügen?
(b) auf Rechnern Dritter die FTP-Zugangsdaten nicht eingeben möchten?
(c) hinter einer Firewall keine FTP-Software nutzen können?
(d) dynamisch angelegte Daten auf Ihrem Webserver wegen der Zugriffsrechte lieber über einen
Webbrowser bearbeiten und aktualisieren?
Dann haben Sie mit Webfiles eine komfortable Lösung gefunden. Die aktuelle Version können Sie sich kostenfrei und zur freien Verwendung auf Ihren Rechner laden: Webfiles V2.1 — Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang meine Anmerkungen zum Urheberrecht.
Dieses Programm verwende ich seit Jahren, um mir bei häufig wechselnder Arbeitsumgebung – auch mal auf einem Kundenrechner, oder bei Bekannten – die Möglichkeit offen zu halten, Dateien über Webbrowser auf den Server schieben zu können, diese bei Bedarf wieder zu löschen und die Struktur der Verzeichnisse zu verwalten. Webfiles verhält sich funktional sehr ähnlich wie FTP Programme. Der bedeutendste Unterschied besteht eben genau darin, dass man zur Verwaltung der Dateien und Verzeichnisse auf einem Webserver nicht mehr als einen beliebigen Browser benötigt.
Kurzbeschreibung

Screenshot einer Webfiles-Installation, V2.1
Auf der Grafik sehen Sie die Bildschirmaufteilung von Webfiles: Unterhalb der Überschrift befinden sich die beiden Formularfelder zum Erzeugen neuer Verzeichnisse und zum Hochladen von Dateien auf Ihren Webserver. Darunter folgt zunächst die Liste aller vorhandenen Unterverzeichnisse, danach die der Dateien im aktuellen Verzeichnis.
Sie können in Unterverzeichnisse wechseln (Klick auf den Verzeichnisnamen), Dateien und leere Verzeichnisse löschen, und im jeweils aktuellen Verzeichnis neue Unterverzeichnisse erzeugen und Dateien von Ihrer lokalen Festplatte ablegen. Wenn Sie Ihre Arbeit beendet haben, melden Sie sich ab; beim nächsten Mal wird Ihre Berechtigung erneut in Form eines Kennwortes abgefragt, bevor Sie Zugriff auf die Daten Ihrer Webpräsenz erhalten.
Detailinformation
Die Software wurde mit PHP, einer serverseitigen Skriptsprache geschrieben. Webfiles ist ein mächtiges Werkzeug, das direkt auf der Verzeichnisstruktur des Servers arbeitet. Es bietet keinerlei grafische Spielereien, sondern eine funktionelle Textoberfläche mit einer gesamten Größe von gerade einmal 25KB in einer einzigen Datei.
Systemvoraussetzungen:
- Webserver mit PHP Installation (mindestens V4.2)
- Texteditor, um das Skript anzupassen
- FTP-Programm, um das Skript auf den Server zu laden
- Webbrowser, um das Skript zu verwenden
Vor- und Nachteile von Webfiles im Vergleich zu FTP-Programmen:
- Ist auf allen Rechnern und Systemen ohne weitere Installationen sofort über den Webbrowser verfügbar.
- Erzeugt Dateien und Verzeichnisse, deren Zugriffsrechte genau mit denen übereinstimmen, über die auch die Besucher Ihrer Präsenz verfügen, wenn sie auf die Daten lesend oder schreibend zugreifen.
- Dateien können direkt so angezeigt werden, wie sie im Browser erscheinen; alternativ steht die Interpretation als Text und die zeilenweise Ausgabe auf den Bildschirm ebenfalls aus dem Programm heraus zur Verfügung.
- Verzeichnisse können nicht rekursiv (mit allen Inhalten) auf den Server geschoben werden. Dies ermöglicht aus Sicherheitsgründen kein Webbrowser. Auch Dateien müssen deshalb einzeln hochgeladen werden.
- Datentransfer ist über HTTP-Protokoll (Webbrowser) etwas langsamer als mit FTP.
Installation
Entpacken Sie die Datei webfiles.zip, lesen Sie in der Datei liesmich.txt (oder auf englisch in readme.txt) nach, was im Detail zu tun ist. Grob gesagt besteht die »Installation« im Anpassen von vier Definitionen in webfiles.php, sowie dem Speichern der Datei auf Ihrem Webserver. Danach ist Webfiles ohne weitere Konfiguration einsatzbereit.
Online-Manual und Hilfe
(1) Gleich unter der Seitenüberschrift finden Sie zwei Formularfelder und vier Schaltflächen, um Inhalte auf den Server zu übertragen. Im ersten der Formularfelder geben Sie den Namen eines neuen Verzeichnisses an und klicken auf die Schaltfläche darunter. Das genannte Verzeichnis wird als neues Unterverzeichnis an der Position im Verzeichnisbaum angelegt, an der Sie sich befinden.

Screenshot einer Webfiles-Installation, V2.1
Falls das Verzeichnis nicht angelegt werden kann, wird eine Nachricht angezeigt. Der Grund für den Fehler kann daran liegen, dass bereits namensgleiche Verzeichnisse oder Dateien existieren, oder an Kapazitätsüberschreitung auf der Serverdisk. — Oder haben Sie womöglich vergessen, die Zugriffsrechte in einem Verzeichnis zu setzen, das über FTP erzeugt wurde?
(2) Im zweiten Formularfeld können Sie eine Datei auf Ihrer lokalen Festplatte auswählen und auf den Webserver übertragen. Die Datei wird im derzeit aktuellen Verzeichnis abgelegt. Namensgleiche Dateien werden ohne Warnung überschrieben.
Falls eine Datei einmal nicht übertragen werden kann, erhalten Sie eine Fehlerbenachrichtigung. Das Hochladen scheitert etwa, wenn bereits ein Verzeichnis mit dem gleichen Namen existiert. Außerdem gestattet Ihre Serverinstallation nur eine bestimmte Dateigröße für den Upload und legt natürlich auch eine maximale Größe für insgesamt belegten Speicher fest.
(3) Über die letzte der Schaltflächen melden Sie sich ab. Wenn Sie das Programm danach erneut aufrufen, werden Sie zunächst wieder nach Ihrem Kennwort gefragt.
(4) Unterhalb der Formularfelder finden Sie eine Liste aller Unterverzeichnisse, die im aktuellen Verzeichnis (ihrer Position) befinden. Sie können in jedes der Verzeichnisse wechseln, indem Sie auf den Verzeichnisnamen klicken. Um wieder in das übergeordnete Verzeichnis zurück zu gelangen, klicken Sie auf das Verzeichnis mit dem Namen »..« am Anfang der Liste.
Vor leeren Verzeichnissen befindet sich ein Auswahlfeld. Wenn Sie Häkchen in eines oder
mehrere dieser Felder setzen und auf den Löschen-Knopf unter der Liste klicken, werden
alle markierten Verzeichnisse ohne Nachfrage und endgültig vom Server entfernt.
Aus Sicherheitsgründen wird nicht angeboten, Verzeichnisse zu löschen,
die selbst Inhalte – Dateien oder Unterverzeichnisse – haben. Zuerst
müssen Sie alle Inhalte löschen.
Falls Sie nach einem Löschvorgang Fehlermeldungen erhalten, liegt dies an fehlenden Zugriffsrechten: Sie wollten ein Verzeichnis löschen, das Ihnen nicht gehört und für das Sie kein Schreibrecht besitzen. Solche Verzeichnisse wurden wahrscheinlich zuvor über FTP angelegt und nicht ausreichend mit Zugriffsrechten ausgestattet.
Sie können feststellen, welche Rechte in Bezug auf Lesen, Schreiben und Ausführen von Dateien auf dem Server Sie haben. Am Ende der zusätzlichen Angaben hinter dem Verzeichnisnamen findet sich eine rwxrwxrwx-Zeichenkette, die Kennern von UNIX-Betriebssystemen sicher bekannt ist. Für alle anderen Leser:
Es gibt drei Gruppen von Benutzern, die auf eine Datei oder ein Verzeichnis zugreifen können: der Besitzer, die Arbeitsgruppe des Besitzers und Dritte, also alle anderen. Die genannte Zeichenkette zeigt an, welche Zugriffsrechte alle drei Arten von Benutzern haben.
rwxrwxrwx heißt, dass alle die Datei lesen, schreiben (und löschen) und ausführen dürfen;
rw-rw-r-- bedeutet, dass der Besitzer und seine Arbeitsgruppe diese Datei lesen schreiben und löschen dürfen, Dritte jedoch nur lesen;
rw-r----- heißt, dass nur der Besitzer lesen, schreiben und löschen darf, sowie Mitglieder seiner Arbeitsgruppe lediglich lesen, alle anderen sehen die Datei noch nicht einmal.
Sie können unterscheiden, ob Sie Besitzer, Arbeitsgruppenmitglied oder Drittbenutzer eines jeden der angezeigten Verzeichnisse und Dateien sind. Einer der Abschnitte der rwxrwxrwx Zeichenkette ist in dunkler Schrift hervorgehoben. Falls dies den ersten rwx-Teil betrifft, so sind Sie der Dateibesitzer. Ist der zweite rwx-Teil gekennzeichnet, so gehören Sie der Arbeitsgruppe des Besitzers an. Falls der dritte rwx-Teil markiert ist, sind Sie dritte Partei.
Um auf eine Datei vollständig zugreifen zu können, benötigen Sie bei der Sie betreffenden Markierung mindestens rw-, im Fall von Verzeichnissen rwx. Ist dies nicht der Fall, bekommen Sie Probleme beim Löschen und eventuell auch beim Anlegen von Inhalten.
Randbemerkung: Die geschilderten Zugriffsprobleme rühren daher, dass die meisten Installationen von Webservern Zugriffe über FTP und über HTTP verschiedenen Benutzern zuordnen. Allerdings gehören der »FTP-User« und der »WWW-User« in der weit überwiegenden Mehrheit der Installationen immerhin der gleichen Arbeitsgruppe an.
(5) Unterhalb der Verzeichnisliste sehen Sie eine Aufstellung aller Dateien, die im aktuellen Verzeichnis abgelegt sind. Sie können eine oder mehrere dieser Dateien löschen, indem Sie Häkchen in die Auswahlfelder vor den Dateinamen setzen und danach auf die Löschen-Schaltfläche unter der Dateiliste klicken.
Für Probleme beim Löschen von Dateien gelten die gleichen Anmerkungen wie im Fall von Verzeichnissen, siehe Absatz (4).
Sie können sich die Dateiinhalte ansehen. Wenn Sie auf das kleine
Rechteck direkt hinter dem Dateinamen klicken, in der der Buchstabe »v« steht,
so wird die Datei in einem neuen Browserfenster geöffnet.
Vom verwendeten Browser hängt es ab, wie die verschiedenen Dateitypen dabei behandelt werden.
Alle Browser werden wohl Grafiken mit den Endungen .gif,
.jpg und .png anzeigen. Ebenfalls
alle werden auch die Inhalte von .html Dateien visualisieren.
Viele Browser werden den Adobe Acrobat Reader öffnen, um Inhalte von
.pdf Dateien anzuzeigen. Manche werden sogar eine
Word-Shell öffnen, um Inhalte einer .doc Datei anzeigen zu
können.
Aber es gibt Dateien, die Browser nicht (vollständig) anzeigen können: Nicht alle .php Dateien erzeugen Bildschirmausgabe. .htaccess, .htpasswd und .inc Dateien sind über das HTTP-Protokoll nicht zu öffnen. Aber Sie können die Inhalte solcher Dateien Byte für Byte lesen und sie als Textzeilen interpretieren lassen. Dafür ist der »b«-Link hinter dem Dateinamen zuständig; klicken Sie darauf, so werden die Textinhalte der Datei in einem neuen Browserfenster angezeigt. (Achtung: öffnen Sie etwa Grafiken mit »b«, werden Sie von einer sehr großen Anzahl höchst interessant aussehender Zeichen am Bildschirm unterhalten. Der Datei schadet das nicht, wohl aber Ihrer Geldbörse wegen des unnötigen Datentransfers.)


